Impressum | Haftungsausschluss | Kontakt

Psoriasis Aktuell

Informationen für Betroffene und Angehörige

Psoriasis (Schuppenflechte)

Die Schuppenflechte wurde früher häufig mit der durch Milben verursachten Krätze verwechselt. Doch im Gegensatz zur Krätze ist die Psoriasis in keiner der auftretenden Formen ansteckend. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland rund zwei Millionen Menschen von Psoriasis betroffen. Die Psoriasis ist eine chronische Erkrankung, bei der hauptsächlich die Haut betroffen ist, es kommt zu vermehrter Schuppenbildung sowie teilweise starken Rötungen. Diese Veränderungen können mit einem mehr oder weniger starken Juckreiz einhergehen.

Verschiedene Formen der Psoriasis

In der Literatur werden die unterschiedlichsten Formen der Psoriasis beschrieben und benannt. Die nachfolgende Aufzählung gibt einen kurzen Überblick über die gängigsten Formen: Je nach Ausprägung kann es zu großflächiger Schuppenbildung (Psoriasis vulgaris), zu punktförmig veränderten Hautstellen (Psoriasis punctata) oder aber zu Veränderungen kommen, die tropfenförmig aussehen (Psoriasis guttata). Die Psoriasis vulgaris oder auch die gewöhnliche Schuppenflechte ist mit einem Anteil von 60–70 % die am häufigsten auftretende Form. Doch nicht nur die Haut kann bei der Schuppenflechte in Mitleidenschaft gezogen werden: Bei der sog. Psoriasis-Arthritis kommt es zusätzlich zu chronischen Entzündungen in den Gelenken. In einigen seltenen Fällen treten diese Beschwerden ohne Auffälligkeiten im Hauterscheinungsbild auf, was eine Diagnosestellung erschweren kann. Bei der sog. Psoriasis pustulosa werden zwei Formen unterschieden. Zum einen können sich die hierbei auftretenden Pusteln und Bläschen auf die Fußsohlen und Handflächen beschränken, zum anderen – wie beim Typ Zumbusch – ist der gesamte Körper betroffen. In diesem Fall kann es zusätzlich zu Fieber und Schüttelfrost kommen. Bei dieser schweren und relativ selten auftretenden Form der Schuppenflechte ist i. d. R. ein Krankenhausaufenthalt zu empfehlen, da die Krankheit ohne Behandlung im schlimmsten Fall zum Tode führen kann.

Schuppenbildung und Rötungen

Hautstellen, die durch Dehnung besonders beansprucht werden, sind bei einer Schuppenflechte häufig besonders von der vermehrten Schuppenbildung betroffen. Dazu gehören vor allem die Knie, die Außenseite der Ellenbogen und die Kreuz- und Steißbeinregion. Aber auch der behaarte Kopf kann befallen sein, dabei kommt es jedoch nur in Ausnahmefällen zu Haarausfall. Auffallende Rötungen treten zumeist in Körperfalten wie der Analfalte, in den Achselhöhlen oder den Fingerzwischenräumen auf. Sind die Nägel mitbetroffen, kommt es u. a. zu sog. Tüpfelnägeln, bei denen punktförmige Krankheitsherde in der Nagelmatrix entstehen. Bei schwereren Formen kann es zu einer krümeligen Ablösung der Nägel durch darunterliegende Krankheitsherde kommen.

Krankheitsverlauf

Die Schuppenflechte ist eine chronische Erkrankung, die in den meisten Fällen schubförmig verläuft. Das bedeutet, dass es zwischen Phasen, in denen Symptome auftreten, immer wieder Zeiträume gibt, in denen die Patienten fast keine oder gar keine Beschwerden haben. Eine vollständige und ursächliche Heilung ist derzeit nicht möglich; durch entsprechende Therapien ist es jedoch möglich, eine Beschwerdefreiheit über einen längeren Zeitraum zu erreichen. Wie lange die verschiedenen Phasen dauern, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

ui

psoriasiaktuell.de bookmarken

Psoriasis-News von Curado.de

  • Deutscher Psoriasis Bund e. V. (DPB) 10.01.2012
    Mit Ärzten auf Augenhöhe über die Behandlung der eigenen Schuppenflechte sprechen? Das können Patienten nun noch besser mithilfe der aktualisierten zweiten Auflage der Patientenleitlinie erarbeitet des Deutschen Psoriasis Bundes e. V., so berichtet der Verband.