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Ratgeber Psoriasis

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Psoriasis
Diagnose von Psoriasis

Zur Diagnose von Psoriasis sollte ein Arzt zunächst z. B. nach dem Auftreten, der Art und Stärke der Symptome bzw. Beschwerden fragen. Daraus können wichtige Hinweise abgeleitet werden. Diese werden durch eine körperliche Untersuchung abgesichert. Äußerliche Symptome können Hautschuppen und Rötungen in deutlich abgegrenzten Hautbereichen sein, wobei sich die Hautschuppen leicht lösen lassen. Die abgelösten Schuppen ähneln abgekratztem Kerzenwachs. Die Symptome treten jedoch nicht zwingend bei jeder Ausprägung der Erkrankung auf, deshalb sollte zusätzlich ein Experte bzw. Facharzt konsultiert werden. Dieser kann die unterschiedlichen Formen voneinander abgrenzen und – wenn nötig – den Patienten weiterverweisen, z. B. bei Psoriasis-Arthritis an einen Rheumaspezialisten.

Diagnose der Psoriasis

Typisch für Psoriasis (Schuppenflechte) sind eine starke Schuppenbildung sowie Rötungen. Häufig sind die Krankheitsherde deutlich begrenzt. Da diese Symptome jedoch nicht immer auftreten (wie beispielsweise z. T. bei der Psoriasis-Arthritis), ist es sinnvoll, für die Diagnose einen Facharzt aufzusuchen. Dieser nimmt i. d. R. zunächst im Rahmen der sog. Anamnese die Krankengeschichte des Patienten auf.

Bei deutlichen Merkmalen wie einer stark vermehrten Schuppenbildung können einige Auffälligkeiten weitere Indizien für eine Psoriasis-Erkrankung sein: Die Schuppen lassen sich z. B. mithilfe eines Spatels ablösen, wobei sie Ähnlichkeit mit abgeschabtem Kerzenwachs haben (das sog. Kerzenphänomen). Unter den abgetragenen Hautschichten kommt ein durchscheinendes Häutchen zum Vorschein (das sog. letzte Häutchen), bei dessen Ablösung es zu einer punktförmigen Blutung kommt (der sog. blutige Tau). Diese Symptome treten jedoch nicht immer auf, sodass der Arzt zur Absicherung eine Hautbiopsie vornehmen kann. Hat der Erkrankte zusätzlich zu den Hautveränderungen Probleme mit den Gelenken, sollte ggf. ein Rheumatologe hinzugezogen werden.

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Differenzialdiagnose bei Psoriasis

Sind die Symptome der Psoriasis nicht so stark ausgeprägt, kann es schwer sein, die richtige Diagnose zu stellen. Auch andere Hauterkrankungen können ähnliche Symptome wie die Psoriasis aufweisen. Infektionen der Haut, Hautpilze oder Ekzeme sollten deshalb bei der Diagnose von Psoriasis ausgeschlossen werden können.

Sind von der Psoriasis schon die Gelenke betroffen, so kann eine Psoriasis-Arthritis vorliegen. Diese kann ähnliche Beschwerden wie andere rheumatische Erkrankungen z. B. Morbus Bechterew oder der rheumatoiden Arthritis verursachen. Für die Diagnose der Psoriasis-Arthritis ist der Besuch beim Rheumatologen empfehlenswert.

Index zur Bewertung der Psoriasis: PASI

Beim PASI-Score handelt es sich um einen Wert, mit dem der Schweregrad der Psoriasis-Erkrankung angegeben wird. PASI ist eine Abkürzung für Psoriasis Area and Severity Index. Ins Gewicht fallen die betroffene Körperfläche, die Rötungen und die Schuppen.

Der Score gibt von 0-4 den Schweregrad der Psoriasis an. Bei 0 liegt keine Psoriasis vor. Die Werte 1-4 geben den Schweregrad von mild, mittel, schwer bis sehr schwer an.

Die befallene Körperfläche wird in Prozent ebenfalls in die Bewertung miteinbezogen. Bei einer milden Psoriasis sind mindestens 10 Prozent der Körperoberfläche betroffen. Von fein, bis sehr rau und dick wird die Schuppenbildung ebenfalls in die Bewertung eingerechnet. Die Farbe der Rötung wird von hellrot bis düsterrot angegeben. So lässt sich ein Zahlenwert von 0 bis 72 errechnen. Er kann auch für die Kontrolle über den Krankheitsverlauf genutzt werden.

28. April 2017
Im ersten weltweiten Bericht zu Psoriasis werden die Erkrankungszahlen und die Auswirkungen von Psoriasis auf den Alltag erläutert.
  
17. Februar 2017
Biologika werden vor allem bei schwereren Verläufen von Psoriasis eingesetzt. Die Langzeitwirkung von Biosimilars muss noch weiter erforscht werden.
  
03. Februar 2017
Bei einer Balneophototherapie werden Psoriasis-Patienten mit UV-Licht und Sole behandelt. Die Behandlung erfolgt meist sechsmal die Woche.
  
13. Januar 2017
Bei Psoriasis pustulosa handelt es sich um eine seltener auftretende Form der Psoriasis. Bei den Betroffenen kommt es zur Bildung von Pusteln auf der Haut.
  
02. Dezember 2016
Seit 2004 findet Ende Oktober der Welt-Psoriasis-Tag statt. Die Veranstaltungen an diesem Tag sollen dafür sorgen, dass das Thema Psoriasis mehr Aufmerksamkeit erhält.
  

Weiterführende interessante Informationen zur Erkrankung Psoriasis finden Sie hier in der Rubrik Wissenswertes. Erläuterungen medizinischer Begriffe, detaillierte Informationen zu Symptomen oder auch zu diversen Ausprägungen der Psoriasis stehen zur Verfügung, des Weiteren finden sich u. a. auch beispielsweise, Abgrenzungen zu anderen Hauterkrankungen.

Psoriasis ist eine Hauterkrankung, die im Augenblick noch nicht heilbar ist. Die entzündliche Erkrankung verläuft zumeist in Schüben und äußert sich in schuppender und geröteter Haut. Häufig wird die Erkrankung von Juckreiz begleitet. Die Erkrankung Psoriasis kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten, die jeweils nach der sichtbaren Symptomatik beschrieben werden: tropfen-, punktförmige oder auch großflächige Hautveränderungen.

Die Symptome treten insbesondere an Stellen auf, an denen die Haut beansprucht wird. Dies betrifft i. d. R. Knie, Ellbogen oder den unteren Rücken, z. T. auch den Kopf. Hier ist die Bildung von Schuppen besonders stark. Gerötete Hautbereiche sind oft in Falten zu finden.

Eindeutig festgestellt werden konnten die Ursachen für die Entstehung von Psoriasis noch nicht. Es wird vermutet, dass es sich bei Psoriasis um Fehlreaktionen des Immunsystems handelt. Bei Psoriasis ist die Frequenz der Hauterneuerung erhöht: Die Schuppen entstehen dadurch, dass sich zu schnell neue Hautzellen bilden; die alten werden dann abgestoßen.

Es gibt zumeist mehrere Auslöser für den Ausbruch der Erkrankung – vor allem die genetische Disposition scheint dabei eine Rolle zu spielen. Dazu kommen u. a. äußere Faktoren wie Verletzungen oder psychisch belastende Ereignisse. Je nach Auslöser wird die Krankheit in Typ-1- und Typ-2-Psoriasis unterschieden.