Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Psoriasis

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Psoriasis
Therapie von Psoriasis

Die symptomatische Therapie von Psoriasis umfasst verschiedene Methoden. Zum einen sollte die Haut gepflegt werden, zum anderen sollen systemische Prozesse, die zu den sichtbaren Symptomen führen, beeinflusst werden. Entzündungshemmende Wirkstoffe wie z. B. Kortison können als systemische Therapie, d. h. in Tablettenform, oder als topische Therapie in Form von Salbe verabreicht werden. Auch Wirkstoffe wie u. a. Retinoide oder Fumarsäureester werden innerlich angewendet und greifen in körperliche Prozesse wie Hauterneuerung und Entzündungsreaktionen ein. Harnstoff ist häufig in Cremes oder Salben enthalten und zeigt oft gute Wirkung. Physikalische Therapien wie Photo- oder Balneophototherapie können den Hautzustand zumeist erheblich verbessern.

Therapie der Psoriasis

Die Schuppenflechte ist bislang nicht heilbar. In der Behandlung der Symptome wurden jedoch gerade in den letzten Jahren diverse Fortschritte gemacht. So sind seit einiger Zeit bestimmte Biologicals auch für die Behandlung der Psoriasis zugelassen. Auch im Hinblick auf eine Zulassung von Biologicals bei kindlicher Psoriasis wird geforscht.

Therapie der Psoriasis: äußerliche Anwendung

In der Medizin hat der Grundsatz „altbewährt“ leider nicht immer Gültigkeit. So gehörte der Einsatz von Teeren früher zum Standard bei der Therapie der Psoriasis. Neuere Forschungsergebnisse lassen jedoch die Vermutung aufkommen, dass Teere krebserregend sind. Kortikoide hingegen zählen zu den wichtigsten Wirkstoffen gegen Psoriasis. Kortikoide haben eine entzündungshemmende Wirkung und werden z. B. in Form von Cremes aufgetragen. Sie erzielen häufig eine gute Wirkung. Cremes und Salben, die Harnstoff enthalten, finden ebenfalls eine großen Anwendung zur Therapie der Psoriasis. Zu den sog. physikalischen Therapien, die bei Psoriasis helfen können, zählen u. a. Therapien mit Licht und/oder Sole.

Therapie der Psoriasis: innere Anwendung

Je nach Schweregrad der Erkrankung werden bei einer Psoriasis verschiedene Medikamente verabreicht. Retinoide tragen zu einer Regulierung der Hauterneuerung bei. Bei schweren Krankheitsverläufen kann mit Fumarsäureestern behandelt werden, welche in entzündungsauslösende Prozesse eingreifen. Auch Ciclosporin wirkt entzündungshemmend. Es wurde ursprünglich nur bei Patienten eingesetzt, die eine Transplantation vornehmen lassen mussten, es zeigt jedoch u. a. auch bei Psoriasis eine gute Ansprechrate.

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Therapie der Psoriasis: Was kann der Betroffene selbst tun?

Um die Therapie der Psoriasis optimal zu gestalten, sollte sich der Betroffene an die Absprachen mit dem Arzt halten. Bei z. B. Unverträglichkeiten ist es ratsam, den Arzt darüber zu informieren und gemeinsam zu überlegen, wie die Therapie fortgesetzt werden kann. Der Genuss von Alkohol und Nikotin sowie Übergewicht und Stress oder auch Sonnenbrand können die Therapie beeinflussen und sollten daher möglichst vermieden werden.

Weitere Mittel zur äußerlichen Therapie der Psoriasis

Zur Therapie der Psoriasis können auch sog. Vitamin D-Analoga eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um synthetisch hergestelltes Vitamin D. Es kann in Form von Cremes und Salben oder Lösungen auf die Haut aufgetragen werden. Calcineurin-Inhibitoren sind für die Therapie der Psoriasis nicht zugelassen, werden aber von einigen Ärzten besonders zur Behandlung im Gesicht eingesetzt.

28. April 2017
Im ersten weltweiten Bericht zu Psoriasis werden die Erkrankungszahlen und die Auswirkungen von Psoriasis auf den Alltag erläutert.
  
17. Februar 2017
Biologika werden vor allem bei schwereren Verläufen von Psoriasis eingesetzt. Die Langzeitwirkung von Biosimilars muss noch weiter erforscht werden.
  
03. Februar 2017
Bei einer Balneophototherapie werden Psoriasis-Patienten mit UV-Licht und Sole behandelt. Die Behandlung erfolgt meist sechsmal die Woche.
  
13. Januar 2017
Bei Psoriasis pustulosa handelt es sich um eine seltener auftretende Form der Psoriasis. Bei den Betroffenen kommt es zur Bildung von Pusteln auf der Haut.
  
02. Dezember 2016
Seit 2004 findet Ende Oktober der Welt-Psoriasis-Tag statt. Die Veranstaltungen an diesem Tag sollen dafür sorgen, dass das Thema Psoriasis mehr Aufmerksamkeit erhält.
  

Weiterführende interessante Informationen zur Erkrankung Psoriasis finden Sie hier in der Rubrik Wissenswertes. Erläuterungen medizinischer Begriffe, detaillierte Informationen zu Symptomen oder auch zu diversen Ausprägungen der Psoriasis stehen zur Verfügung, des Weiteren finden sich u. a. auch beispielsweise, Abgrenzungen zu anderen Hauterkrankungen.

Diagnose-Psoriasis

Zur Diagnose von Psoriasis sollte ein Arzt zunächst z. B. nach dem Auftreten, der Art und Stärke der Symptome bzw. Beschwerden fragen. Daraus können wichtige Hinweise abgeleitet werden. Diese werden durch eine körperliche Untersuchung abgesichert. Äußerliche Symptome können Hautschuppen und Rötungen in deutlich abgegrenzten Hautbereichen sein, wobei sich die Hautschuppen leicht lösen lassen. Die abgelösten Schuppen ähneln abgekratztem Kerzenwachs. Die Symptome treten jedoch nicht zwingend bei jeder Ausprägung der Erkrankung auf, deshalb sollte zusätzlich ein Experte bzw. Facharzt konsultiert werden. Dieser kann die unterschiedlichen Formen voneinander abgrenzen und – wenn nötig – den Patienten weiterverweisen, z. B. bei Psoriasis-Arthritis an einen Rheumaspezialisten.

Eindeutig festgestellt werden konnten die Ursachen für die Entstehung von Psoriasis noch nicht. Es wird vermutet, dass es sich bei Psoriasis um Fehlreaktionen des Immunsystems handelt. Bei Psoriasis ist die Frequenz der Hauterneuerung erhöht: Die Schuppen entstehen dadurch, dass sich zu schnell neue Hautzellen bilden; die alten werden dann abgestoßen.

Es gibt zumeist mehrere Auslöser für den Ausbruch der Erkrankung – vor allem die genetische Disposition scheint dabei eine Rolle zu spielen. Dazu kommen u. a. äußere Faktoren wie Verletzungen oder psychisch belastende Ereignisse. Je nach Auslöser wird die Krankheit in Typ-1- und Typ-2-Psoriasis unterschieden.