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Ratgeber Psoriasis

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Psoriasis
Entstehung von Psoriasis

Eindeutig festgestellt werden konnten die Ursachen für die Entstehung von Psoriasis noch nicht. Es wird vermutet, dass es sich bei Psoriasis um Fehlreaktionen des Immunsystems handelt. Bei Psoriasis ist die Frequenz der Hauterneuerung erhöht: Die Schuppen entstehen dadurch, dass sich zu schnell neue Hautzellen bilden; die alten werden dann abgestoßen.

Es gibt zumeist mehrere Auslöser für den Ausbruch der Erkrankung – vor allem die genetische Disposition scheint dabei eine Rolle zu spielen. Dazu kommen u. a. äußere Faktoren wie Verletzungen oder psychisch belastende Ereignisse. Je nach Auslöser wird die Krankheit in Typ-1- und Typ-2-Psoriasis unterschieden.

Entstehung der Psoriasis

Verschiedene Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Psoriasis eine fehlgesteuerte Immunreaktion zugrunde liegt. Fest steht, dass sich die Zellen der Haut bei Psoriatikern viel zu schnell erneuern. Normalerweise dauert es zwischen 26 und 28 Tagen, bis alte Zellen abgestoßen werden. Bei von Psoriasis Betroffenen werden die Zellen bereits nach maximal acht Tagen durch neue ersetzt. Die „alten“ Zellen lösen sich und es kommt zu einer vermehrten Schuppenbildung. Oft sind noch Reste von Zellkernen in diesen normalerweise kernlosen Zellen zu finden, was ebenfalls darauf hindeutet, dass diese zu schnell ersetzt werden. Die Rötungen kommen bei einer Psoriasis durch eine Ausdehnung und Verlängerung der eigentlich feinen Blutgefäße in der Unterhaut zustande. Zudem sind im Gewebe vermehrt Entzündungszellen zu finden.

Entstehung der Psoriasis: Erbliche Faktoren

Obwohl festgestellt wurde, dass es verschiedener Faktoren bedarf, um eine Psoriasis auszulösen, sind die genauen Ursachen für die Entstehung noch nicht vollständig aufgeklärt. Tritt die Psoriasis innerhalb einer Familie häufiger auf, können bestimmte vererbbare Komponenten die Ursache sein. Sind beispielsweise beide Elternteile an Psoriasis erkrankt, so besteht für die Kinder ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Psoriasis zu erkranken. Die Veranlagung allein reicht jedoch für eine Manifestation der Erkrankung nicht aus. Erst wenn zusätzlich noch sog. „Stressfaktoren“ wie z. B. Reibung, Verbrennungen oder psychische Faktoren wie beispielsweise Stress hinzukommen, kann es zur Entstehung der Psoriasis kommen. Als weitere auslösende Einflüsse für die Entstehung der Psoriasis wurden u. a. Änderungen im Hormonhaushalt sowie seelische Belastungen beobachtet. In all denjenigen Fällen, bei denen zumindest teilweise erbliche Komponenten zum Tragen kommen, spricht man von sog. Typ-1-Psoriatikern.

In anderen Fällen fehlen die erblichen Faktoren scheinbar völlig und die Entstehung der Psoriasis ist auf andere Ursachen zurückzuführen, zu denen die bereits erwähnten sog. „Stressfaktoren“ zählen können. Ein besonderer Zusammenhang wurde – abgesehen von äußeren Infektionen wie z. B. Pilzinfektionen – auch zwischen inneren Infektionen und einem ersten Auftreten der Psoriasis hergestellt. Hier scheinen vor allem eitrige Mandelentzündungen oder Infektionen des Nasen-Rachen-Raums eine Rolle zu spielen. Sind keine erblichen Komponenten im Spiel, so spricht man auch von einer sog. Typ-2-Psoriasis.

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Weiterführende interessante Informationen zur Erkrankung Psoriasis finden Sie hier in der Rubrik Wissenswertes. Erläuterungen medizinischer Begriffe, detaillierte Informationen zu Symptomen oder auch zu diversen Ausprägungen der Psoriasis stehen zur Verfügung, des Weiteren finden sich u. a. auch beispielsweise, Abgrenzungen zu anderen Hauterkrankungen.

Therapie-Psoriasis

Die symptomatische Therapie von Psoriasis umfasst verschiedene Methoden. Zum einen sollte die Haut gepflegt werden, zum anderen sollen systemische Prozesse, die zu den sichtbaren Symptomen führen, beeinflusst werden. Entzündungshemmende Wirkstoffe wie z. B. Kortison können als systemische Therapie, d. h. in Tablettenform, oder als topische Therapie in Form von Salbe verabreicht werden. Auch Wirkstoffe wie u. a. Retinoide oder Fumarsäureester werden innerlich angewendet und greifen in körperliche Prozesse wie Hauterneuerung und Entzündungsreaktionen ein. Harnstoff ist häufig in Cremes oder Salben enthalten und zeigt oft gute Wirkung. Physikalische Therapien wie Photo- oder Balneophototherapie können den Hautzustand zumeist erheblich verbessern.

Psoriasis ist eine Hauterkrankung, die im Augenblick noch nicht heilbar ist. Die entzündliche Erkrankung verläuft zumeist in Schüben und äußert sich in schuppender und geröteter Haut. Häufig wird die Erkrankung von Juckreiz begleitet. Die Erkrankung Psoriasis kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten, die jeweils nach der sichtbaren Symptomatik beschrieben werden: tropfen-, punktförmige oder auch großflächige Hautveränderungen.

Die Symptome treten insbesondere an Stellen auf, an denen die Haut beansprucht wird. Dies betrifft i. d. R. Knie, Ellbogen oder den unteren Rücken, z. T. auch den Kopf. Hier ist die Bildung von Schuppen besonders stark. Gerötete Hautbereiche sind oft in Falten zu finden.