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Hautpflege bei Psoriasis
Die Hautpflege stellt bei Psoriasis einen wichtigen Teil der Behandlung dar. Die Wahl der richtigen Pflege hängt unter anderem vom Zustand der Haut ab.
Psoriasis

Hautpflege bei Psoriasis

Menschen mit Psoriasis sollten stets ihre Haut gut pflegen, auch vorbeugend in einer Phase ohne Schub. Die Hautpflege gehört zur Basisbehandlung oder Basistherapie, die als Basis der Psoriasisbehandlung grundsätzlich erfolgen sollte. Sie ergänzt die medizinische Therapie bei akuten Schüben und dient auch der Nachbehandlung, wenn die Haut abheilt. Menschen mit Psoriasis sollten ihre Haut in einem geschmeidigen Zustand halten. Man sollte darüber hinaus Verletzungen möglichst vermeiden.

Die Basistherapie allein ist jedoch nicht ausreichend, um Psoriasis zu behandeln. Grundsätzlich braucht die Haut Licht und Luft. Außerdem kann ein gelegentliches Solebad hilfreich sein, also ein Bad in Wasser mit einem Salzzusatz.

Hautpflege bei Psoriasis richtet sich nach dem Zustand der Haut

Psoriasis kann dazu führen, dass die Haut zu trocken ist. Daher sollten bei der Hautpflege Cremes, Lotionen und Salben angewandt werden, die rückfettend sind und die Haut pflegen. Sind die Plaques nicht ganz so trocken, eignen sich häufig Cremes für die Pflege der Haut, da sie etwas weniger fetthaltig sind als Salben. Salben kommen vor allem bei sehr trockenen und stark schuppenden Plaques zum Einsatz. Rückfettende Pflegeprodukte können außerdem die Haut bei der Abwehr stärken und den Juckreiz lindern.

Welches Pflegemittel man auswählt, hängt vom Zustand der Haut ab. Der Grad der Entzündungen und der Trockenheit spielt hier eine Rolle. Ist die Haut trocken und schuppt sie, sind vor allem Präparate mit Harnstoff (Urea) für die Hautpflege sinnvoll. Harnstoff kann Feuchtigkeit speichern und trägt dazu bei, dass sich die Hornzellen ablösen. Auch Salizylsäure kann helfen, gegen die Schuppung vorzugehen.

Sowohl in beschwerdefreien Zeiten als auch während eines akuten Schubs sollte auf eine regelmäßige Hautpflege geachtet werden. Je nach Körperregion und individuellen Bedürfnissen eignen sich hierfür verschiedene Produkte. Gerade auf stark behaarten Stellen oder auch den Handinnenseiten, sind fettfreie Fluids sinnvoll, die sich leicht auftragen lassen, schnell einziehen und keinen Fettfilm zurücklassen.

Zusatzstoffe in Pflegemitteln vermeiden

Menschen mit Psoriasis sollten darauf achten, dass die Pflegemittel keine Zusatzstoffe enthalten. Vor allem Duftstoffe und Parfümstoffe sind zu vermeiden. So kann eine zusätzliche Reizung der entzündeten Hautstellen verhindert werden. Die Reihenfolge der Inhaltsstoffe auf der Verpackung eines Pflegemittels ist nicht zufällig, sondern beginnt mit der Substanz, die den größten Anteil im Produkt hat. Dann werden die Substanzen in absteigender Folge angegeben.

Shampoos bei Psoriasis

Befällt Psoriasis die Kopfhaut, können spezielle Shampoos helfen, die Symptome zu lindern. Geeignet sind z. B. milde Präparate für eine empfindliche und trockene Kopfhaut. Wenn man Schuppen bekämpfen möchte, kann man Shampoos mit Substanzen wählen, die die Hornzellen herauslösen. Ein Beispiel ist Salizylsäure. Diese sollte aber nur wenige Tage lang verwendet werden.

Die Haut darf nicht gereizt oder überhitzt werden

Jede Reinigung oder Pflege der Haut sollte ihre Reizung oder Überhitzung vermeiden. Zu heißes Wasser ist also schädlich. Daher sollte man nicht zu heiß duschen oder baden, wobei generell duschen besser als baden ist. Die Haut ist vorsichtig trocken zu tupfen. Kunststoffbürsten sind schlecht für die Kopfhaut, heißes Föhnen ebenso.

Fedor Singer